Freitag, 21. August 2009

Chiapas

Im Rückblick gehört Chiapas ganz sicher zu den interessantesten und schönsten Orten, an denen ich in Mexiko war. Habe mir jetzt mal ein bisschen Zeit genommen um endlich auch mal Fotos zu präsentieren. Sind jetzt also an gewohnter Stelle zu finden. Jedenfalls eine kleine Vorauswahl, damit Ihr einen bisschen Chiapas durch die Linse meiner neuen Kamera bewundern könnt. More to come...


Sprachführer Mexiko Teil 1

Aus der guatemaltekischen Distanz heute mal ein kleiner Sprachführer für Mexikos. Unvollständig, voreingenommen, schlecht recherchiert und garantiert nicht nutzlos. So wie immer also.

Ahorita - wörtl.: Verkleinerungsform von ahora = jetzt; keine übersetzbare Bedeutung. Wird für sofort, jetzt gleich, jetzt, gleich, später, sehr viel später und nie benutzt. Auch im Kontext nicht zu erschliessen.

Chingar - ficken; Universalvokabel. Als Substantiv, Verb, Adverb, Adjektiv einsetzbar, normalerweise mit negativer Bedeutung, kann aber von tödlicher Beleidigung (¡chinga tu madre!) über freunschaftliche verspielt (a la chingada) bis zu Lob (está chingón) reichen. Einsatz steigt umgekehrt proportional zum Bildungsgrad.

Hamaca - Hängematte; gleihbedeutend mit Bett, Stuhl, Liegestuhl, etc.; omnipräsent vor allem an den Küsten, stellt häufig die günstigste übernachtungsoption in Hostels und an Stränden dar (0-50 mex. Peso)

Multa - Bussgeld; richtiger und wichtiger mordida = Bestechungsgeld. Sofort zu bezahlender Betrag, der mit der Polizei verhandelbar ist und direkt in deren Taschen fliesst.

Dienstag, 18. August 2009

Todo es mentira, yo te digo...

Die drei grossen Lügen der Mexikaner (in dem Kontext ruhig mal un-gegendert).

  1. Mañana te pago. - Ich zahle morgen.
  2. La última y me voy. - Das letzte, dann gehe ich.
  3. La puntita, nada más. - Nur die Spitze, mehr nicht.

Sind mir von so ziemlich jedem Mexikaner bei besagtem "letzten Bier" erzählt worden. Vor allem Lüge Nummer drei ist ziemlich derb, hat klar schlüpfrige Intention. Aber genau so gefallen ihnen die Witze da. Chistes rojos, rote Witze, nennt man das in Mexiko.

Montag, 17. August 2009

Beobachtung

Im Minibus von Flores nach Lanquin in Guatemala sitzt neben mir ein Afroamerikaner aus Portland, Oregon und liesst ironischerweise "The Gambit Opening Repertoire for White".

Perfekter Tag

Aufwachen in der Hängematte bei Morgengrauen und den atemberaubenden Blick auf den Río Lanquín und die umliegenden, unfassbar grünen Berge geniessen. Einen Obstsalat mit frischem Obst aus der Region und Yogurt aus dem Dorf und selbstgemachtem Granola frühstücken, dazu einen frischgespressten Ananassaft trinken und einen tollen guatemaltekischen Bio-Kaffee schlürfen. Auf der Ladefläche eines Pickups stehend durch absolut beeindruckende Berglandschaften zu Höhlen gebracht werden, die man nur mit Kerzen erkundet. Dabei Wasserfälle hochklettern und in finsterste Abgründe springen. Ein wunderbares Sandwich mit frischen Zutaten und hausgemachtem Brot essen, als Nachtisch Schokolade aus dem Dorf nach traditionellem indigenen Rezept von ein paar Kindern kaufen. Dann auf einem aufgeblasenen Reifen durch den Fluss treiben und die absolute Ruhe und Schönheit der Natur geniessen. Von einer Brücke in den Fluss springen. Von einer Seilschaukel in den Fluss springen. Von einem Aussichtspunkt einen unvergesslichen Ausblick auf das Tal von Semuc-Champey und seine natürlichen Pools geniessen. Im unglaublich klaren Wasser der Pools schwimmen. Einfach glücklich sein, hier sein zu können.


Nachtrag: Dieser Beitrag ist völlig ironiefrei. Der letzte nicht. Scheint nicht überall auf Anhieb angekommen zu sein. Deshalb noch mal ganz deutlich und ehrlich: Guatemala ist auf eine schon fast unheimliche Art schön, die Menschen sind freundlich, hilfsbereit, warmherzig und einfach fantastisch und ich habe eine grossartige Zeit hier. Und damit noch ein land auf der Liste derer, in die ich unbedingt nochmal mit viel Zeit zurück kommen muss.