Montag, 4. Januar 2010

Traurige Riesen

Ich habe zwischen den Jahren etwas mit meinem Vater gemacht, worauf ich mich schon seit Mai letzten Jahres total gefreut habe.

Und zwar waren wir im Kino, in der wirklich traumhaften Leinwand-Umsetzung von Maurice Sendaks "Wo die wilden Kerle wohnen". Die deutsche Übersetzung hat nur 333 Wörter, aber daraus haben Dave Egger (der die längere Geschichte dann auch als Buch veröffentlicht hat) und Spike Jonze einen ganz normal langen Film gedreht.

Wie das gehen soll? - Wusste ich auch nicht. Aber nachdem ich folgenden Trailer gesehen hatte, konnte ich mir das alles ein bisschen vorstellen:



Herausgekommen ist ein wunderschöner Film über Wut, Traurigkeit, Zusammen- und Alleinsein, über Unsicherheit und über den Wunsch nach einem perfekten Zuhause.

Unbedingt anschauen und noch einmal nachlesen. Und dabei den Soundtrack von Karen O hören. Der ist nämlich mindestens genauso schön wie Buch und Film.

Update: Auch die sonst ganz schön kritischen Autoren von laut.de scheinen den Soundtrack ganz toll zu finden. Klick.

Sonntag, 3. Januar 2010

Zwanzigzehn

Herzlich willkommen im neuen Jahrzehnt - ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr!

Mein Vorsatz für dieses Jahr ist es, auf jeden F
Mein Vorsatz für dieses Jahr ist es, mir keine Vorsätze zu machen. Stattdessen mache ich das einfach so: Ich mache einfach auch so alles, von dem ich denke, dass es richtig, wichtig oder gut ist. Und dafür warte ich nicht bis zu irgendeinem Tag. Sondern ich mache das wie mit Rauchen. Damit habe ich an einem völlig wahllosen Dienstag aufgehört. Ungefähr Anfang Dezember.

Jeder Tag darf wichtig sein, jeder Tag darf schön sein, keiner muss. Das ist mein Vorsatz. Und dann gibt es auch keinen Stress, keine gebrochenen Vorsätze, keine unerfüllten Hoffnungen. Und dann wird das auch ein gutes Jahr, was auch sein mag.

Wie das letzte. Das war nämlich irre. In jeder Hinsicht.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Schmap!

Kennt irgendjemand Schmap? Ich bis vor kurzem jedenfalls nicht. Aber vor einer Weile habe ich eine wirklich nette Email von einer Editorin von Schmap bekommen. Und die hat mich gefragt, ob sie vielleicht zwei von meinen New-York-Fotos bei Flickr für den neuen Schmap Guide für NYC verwenden könnten.

Also habe ich mich mal informiert. Schmap ist eine Art Online-Reiseführer, der Karten von Googlemaps mit Bildern und Informationen zu Sehenswürdigkeiten versieht. Und zwei von mir sind jetzt dabei. Und zwar je ein Foto von Chinatown und vom Woolworth-Building. Gar nicht leicht zu finden und ganz schön klein, aber verlinkt zu den großen Versionen auf meiner Flickr-Seite.

In Tübingen hat es übrigens endlich auch mal geschneit. Aber obwohl wir fürchterliche -15°C erleiden, gibt es nicht genug Weiß. Deshalb springt auch nicht mehr als folgendes Bild heraus soweit.

Winterspaziergang

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Apokalypse jetzt!

Wenn ich den SPON-Artikel über die Massenschlachtung von Kamelen durch australische Scharfschützen lese, dann drängt sich bei mir irgendwie so eine richtige Endzeit-Horror-Film-Szenerie auf.

"Die Menschen sind Gefangene in ihren eigenen Häusern. Wenn Kinder auf die Straße gehen, laufen sie Gefahr, zertrampelt zu werden", sagte Landrat David Ross dem Fernsehsender ABC.

Und dann sind die auch noch widerstandsfähig ohne Ende. Wie Vampire. Oder Aliens. Und gejagt wird auch wie bei Starship Troopers.

Um sie zu erlegen, treiben Hubschrauber die Tiere etwa 15 Kilometer aus dem Dorf. "Dann werden sie in den Kopf, ins Herz und in die Lunge geschossen", sagte ein Behördensprecher von Macdonnell Shire der in Darwin erscheinenden Zeitung "Northern Territory News".

Vielleicht noch einen Pflock ins Herz danach? Oder atomare Mini-Nukes? Herzlich willkommen in der Zukunft.

Nächstes Mal dann bitte erklären, wie Silvester Stallone den Klimawandel ersäuft, Chuck Norris das Artensterben ausrottet und Bruce Willis die weltweite Ungerechtigkeit foltert.

Knipsblockade

Ich habe total Lust Fotos zu machen. Ehrlich. Mein rechter Zeigefinger juckt regelrecht. Aber draußen ist alles grau, es ist arschkalt und tendenziell nass. Klar, man könnte sicher toll Fotos machen, die eine richtig trübe Stimmung einfangen. Graue Endzeit-Fotos, so richtig bedrückend.

Aber ich habe keine Lust drauf. Da bleibe ich lieber drinnen im halbwegs warmen Zimmer, trinke heiße Schokolade, schreibe einen Essay über politische Kommunikation und warte auf Schnee. Wenn alles weiß ist, dann mache ich auch wieder Fotos. Mal sehen, ob ich das hinbekomme, stelle mir das gar nicht so einfach vor. Aber ich freue mich drauf.