
Foto: Globovisión, CC-by-nc-2.0
Wenn dann mal so richtig viel Wasser kommt wird es auch richtig ungemütlich. So geschehen ist das letzte Woche, als der erste Hurrikan der Saison, Alex, mit viel Wasser im Gepäck das mexikanische Festland erreicht hat. Zur Orientierung: Monterrey liegt vom Golf von Mexiko aus etwa 250km im Landesinneren. Wirbelstürme die in Nordmexiko an Land gehen bringen in der Regel zwar kurzzeitig starken Regen, aber auf Land verlieren sie schnell an Kraft und lösen sich dann einigermaßen zügig auf. Alex hat aber irgendwie ein bisschen längeren Atem gehabt und tagelangen Dauerregen mitgeschleppt. Und den hat der trockene Boden nicht so besonders toll verkraftet. Oben sieht man ein Bild vom Río Santa Catarina, der eigentlich kein Fluss, sondern ein seit Jahrzehnten ausgetrocknetes Flussbett ist. In der Mitte des Bildes sieht man Flutlichtmasten, die zu Fußballfeldern gehören, die inzwischen überall im Flussbett angelegt wurden. Und jetzt ziemlich sicher einfach nicht mehr da sind. Genau wie Märkte und andere Gebäude, die inzwischen einfach den trockenen Raum für sich gewonnen hatten.
Und die Straßen rechts und links des Río Santa Catarina, die beiden wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt, hat sich das Wasser auch noch gleich geholt.

Foto: Gobierno Federal, CC-by-nc-sa-2.0.
(Großes Lob an die mexikanische Regierung für die Nutzung offener Lizenzen für ihre Fotos an dieser Stelle. Kann man ruhig nachmachen.)
Mehr Fotos gibt es unter anderem bei der Zeitung Milenio.
Monterrey muss sich also erst einmal wieder sortieren. Zum Glück hat der Katastrophenschutz wohl ganz gut funktioniert und alle gefährdeten Gebiete wurden rechtzeitig evakuiert. Aber der Sachschaden ist immens.
In Matamoros, direkt an der Küste, ist man viel Wasser eher gewöhnt. Da sieht das dann so aus:

Foto: Globovisión, CC-by-nc-2.0
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