Donnerstag, 25. März 2010

Das goldene Tor

San Francisco ist toll. Das ist mir schonmal aufgefallen. Keine Neuigkeiten also.
In San Francisco kann man Leute treffen, die man ewig nicht gesehen hat. Auch das ist mir schonmal aufgefallen. Und zwar im Juni 2009 mit Aend und Claudi. Diesmal habe ich den Jay Cob wiedergetroffen, der seit ungefähr ziemlich genau eineinhalb Jahren immer an irgend einem völlig anderen Ort auf der Welt ist, als ich. Was für uns beide zwar irgendwie toll sein mag, aber auch seine ätzende Seite hat. Jetzt waren wir wenigstens mal wieder zweieinhalb Tage am gleichen Ort. Und zwar eben im tollen San Francisco. Als pflichtbewusster Tourist macht man da dann dieses Foto:

Golden Gate

Man beachte vor allem die vorgeschriebene Sonnenbrille, die Flipflops, die besonders coole Haltung (mit Hand in der Hosentasche!) und den angehaltenen Atem, um die herausgestreckte Brust und den eingezogenen Bauch (American Food!) zu betonen.
Ansonsten haben wir uns eher untouristisch verhalten. Wir sind nicht nach Alcatraz gefahren. Wir sind nicht Cable Car gefahren (hatte ich heimlich schon 2009 erledigt). Wir sind nicht Bus gefahren. Schon gar nicht so einen mit offenem Dach und Durchsagen. Wir sind einfach gelaufen. Ohne richtiges Ziel. Dabei haben wir jede Menge tolle Ecken der Stadt gefunden (Stripclubs, Demos für die Rechte von illegalen Migranten, Feuerwehreinsätze, mindestens sieben Restaurants, die das "best Italian Food of the City" angeboten haben, usw.).
Und wir haben beschlossen unser Geld ein wenig zusammenzuhalten und nicht mit beiden Händen Geld herauszuschmeißen. Ich besitze also jetzt eine Lewis 501 und neue Wanderschuhe. Es war kalt in Shorts und Flipflops.

Abendgestaltung: Eine 20$-Flasche kalifornischer Syrah aus Plastikbechern in einem schäbigen Motel mit guten Freunden.

Best day in a while.

Kommentare:

Michael hat gesagt…

Klingt Alles unverschämt gut. Genieß das traumhafte Leben weiterhin

jan hat gesagt…

Danke. Mach ich. Und bald gibt es auch tolle Fotos und ein paar gute Geschichten. Zum Beispiel vom besten Frühstück aller Zeiten und dem schlechtesten Abendessen aller Zeiten. Am gleichen Tag.