Mittwoch, 12. November 2008

Oaxaca und der Pazifik

Am Wochenende habe ich es endlich mal nach Oaxaca geschafft, hatte das schon länger vor. Oaxaca ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats im Süden Mexikos und erstreckt sich über Berg- und Dschungellandschaften bis an den Pazifik. Waren erst einen dreiviertel Tag in der Stadt, die bisher mit Sicherheit schönste, die ich hier in Mexiko gesehen habe. Bisher, Guanajuato wartet noch. In Oaxaca sind die einzigen Gebäude, die mehr als zwei Stockwerke haben die Kirchen. Alles ist bunt und lebendig, die Straßen sind voll von kleinen Läden, mobilen VerkäuferInnen von Schmuck, Kunsthandwerk, Schulterdecken und Ponchos. Die meisten sind Indígenas, die Nachkommen der Azteken bestimmen klar das Stadtbild. 
Alles ist deutlich billiger als hier im Norden, für ungefähr 70 Peso (gut 4€) bekommt man ein Mittagessen mit Getränk in einem guten Restaurant. Oaxaca ist bekannt für seine Küche, Spezialitäten sind unter anderem Mole Negro (eine Soße aus midnestens 20 mehr oder minder ominösen Zutaten, darunter Bohnen und Schokolade), Kaffee und Schokolade (die von den Indigenen in der Gegend erfunden wurde). Und als Snack auf der Straße werden gegrillte Heuschrecken verkauft. Knusprig, ziemlich salzig und hinterher hat man die Beine in den Zähnen. Ziemlich genau wie salziges Popcorn also. 
über Nacht sind wir dann die vermutlich schlechteste und kurvigste Straße Mexikos mit dem 2.-Klasse-Bus nach Puerto Escondido ("versteckter Hafen") gefahren. Sieben Stunden. Kaum Schlaf, verdammte Temposchwellen. Um Puerto Escondido herum ist alles noch ein wenig günstiger. Hostel mit Frühstück 200m vom Strand für 90 Peso (5,50€). Bier 12 Peso (73¢). Und ein wunderbarer Strand. Puerto Escondido gilt als einer der 10 besten Plätze weltweit zum Surfen. Dafür hatte ich leider keine Zeit, werde wohl oder übel wiederkommen müssen.
Am Montag dann nochmal ein halber Tag Oaxaca, Schokolade, Kaffee und Krimskrams gekauft. Und einen der schönsten und günstigsten Wochenendtrips beendet mit einem Schluck Mezcal, der örtlichen Tequilaversion.

Fotos rechts im Menü. Leider nicht vom Strand, da war ich zu beschäftigt keinen Sonnenbrand zu bekommen. War ganz schön heiß.

Kommentare:

Susann hat gesagt…

da will ich auch hin.............

Suse :-)

jan hat gesagt…

Und ich will wieder da hin...
Vielleicht ist die Gegend ja wirklich ein Ziel um da zusammen an Ostern hinzureisen.

Susann hat gesagt…

Jau, kann ich mir gut vorstellen. Aber nur, wenn ich nicht zwingend Heuschrecken essen muss.... ;-)

jan hat gesagt…

Hmm, eigentlich gehört das zur kompletten Oaxacaerfahrung schon dazu. Aber wir reden da einfach nach ein paar Bier nochmal drüber....

Susann hat gesagt…

ein paar Bier, und dann probier ich glaube ich schon. Allein um hinterher damit angeben zu können.

Susann hat gesagt…

...aber vom Popcorn hatte ich noch nie Beine zwischen den Zähnen..........grins