Mittwoch, 27. August 2008

Rule of Law

Mal eine kleine Beobachtung zur Umsetzung der Gesetzeslage in Mexiko durch die Polizei.
Das man auch Sonntagnacht zu acht in einem Auto ohne Nummernschilder (dafür mit abgelaufener Sondergenehmigung) nicht gegen eine vierspurige Einbahnstraße fahren darf sollte auch in Mexiko klar sein. Und wenn dann die Polizei auftaucht ist man eben in Schwierigkeiten. So weit so klar.
Wenn der Polizist dann sagt er könne nicht machen, er müsse laut Gesetz eben den Führerschein und das Auto kassieren muss, dann ist das immernoch normal.
Wenn man dann aber einfach 1500 Peso zahlt und weiterfahren darf (zu acht, ohne Nummernschilder, gegen die Einbahnstraße) - dann ist das Gesetz doch irgendwie im Geldbeutel der Polizei verschwunden. Normalerweise zahlt man übrigens deutlich weniger, aber 6 Europäer in einem Auto treiben den Preis wohl ganz mächtig...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nun mal der Reihe nach:

1.

Scheinen mexikanische Fahrzeuge ausgesprochen geräumig und stabil zu sein, wenn 8 Personen reinpassen (und - wenn ich mir die Vermutung nach den Bildern von den wilden Partys erlauben darf - auch sicherlich noch einige Steigen Bier und Tequila)

- das spricht schonmal für die Fahrzeugüberwachung a la TÜV



2.

Ohne Nummernschild gefällt mir sehr – das heißt, bei den Mexikanern sind die Überwachungsinstrumente a la Schily und Schäuble nicht sonderlich ausgeprägt

- sehr sympatisch



3.

Eine vierspurige Straße zur Einbahnstraße zu erklären ist ja auch wahrlich Schwachsinn – das kann man doch wohl nur missachten – GUT GEMACHT JUNGS!



4.

Und dann für 1.500 Peso (weil ihr überwiegend Europäer wart) aus der Sache rauskommen – na da funktioniert doch wenigsten noch die Marktwirtschaft und die Polizisten sind auch nicht so verbiestert wie bei uns.



Das hört sich doch nach einem paradiesischem Land an – wir sollten mal alle unsere Beamten dort zur Kur hinschicken



Hey Jan, nett Deine Post’s zu lesen – mach weiter so, aber erzähl Deinen Eltern endlich, dass Du eigentlich Wirtschaftswissenschaften studierst – oder poste mal wenigstens EIN Bild aus der Uni *grins*

Beste Grüße aus Wiesbaden

Joachim

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…

Also Sohnemann, ich find es ja auch ganz nett von deinen Abenteuern in Mexiko zu lesen. Nicht dass ich mir jetzt Gedanken über deinen Geisteszutand, Leberwerte etc. machen würde.... ABER DENK NICHT MAL DRAN, DASS DEIN LEICHTSINN (Laptop klauen lassen, Autotests etc.)NOCH FINANZIELL AUS DER HEIMAT ALIMENTIERT WIRD.

Liebe Grüße von Papa

Anonym hat gesagt…

Hallo Jan!

Andreas ist gerade bei mir und hat mir Deinen Blog gezeigt. Sehr interessant was man da liest!!!
Ivh wünsche Dir weiterhin eine schöne Zeit und AUCH ein erfolgreiches Studium.
Viele liebe Grüße
Deine Oma.

jan hat gesagt…

@Joachim:
Ich werde demnächst mal ein paar Fotos an der Uni schiessen, nur um zu zeigen, dass ich weiss wo sie ist.

@Michael:
So teuer war das ja nun nicht, 1500 Pesos sind ziemlich genau 100 Euro. Wenn man das durch acht teilt kann man dafür in Deutschland nichtmal falsch parken - ich finde das war ein ganz guter Deal. Unser Fahrer nach Cuatrocienegas (siehe Beitrag) hat für zu schnell fahren übrigens nur 400 Pesos gezahlt. Aber Monterrey ist auch wesentlich teurer als der Rest von Mexiko (war im Nachbaarbundesstaat Coahuila).

jan hat gesagt…

@Oma
Schön, dass Du auch meinen Blog liest. Das Studium läuft (für die meisten Leser hier wohl überraschenderweise) richtig gut - obwohl ja alles auf Spanisch ist. Ein paar Leute hier belegen hauptsächlich Kurse auf Englisch - aber dafür bin ich ja nun wirklich nicht hier. Das iste s mir lieber wenn ich mich ein bisschen strecken muss...